Statements

zur Situation in Gaza und Israel

Von Dr. Azza Karam, Secretary General of Religions for Peace,
Prof. Dr. Elisabeth Naurath, Vorsitzende von Religions for Peace Deutschland und
der Ortsgruppe RfP Augsburg/Schwaben

 

 

Statement of Secretary General of Religions for Peace – Dr. Azza Karam:

“Violence against Civilians in Gaza and Jerusalem is … Failed Leadership” 

May 12, 2021 - The violence against civilians in Gaza and in Jerusalem must stop.  Violence breeds more violence, increases human suffering, and delays the long, hard work of building a just peace. This violence is – further and deadly – evidence of failed leadership, in every sense.

Religions for Peace believes that peace can be achieved only by honoring the rights of each, and both, of the Palestinians and the Israelis; facilitating painful but honorable compromises through sustained dialogue; and engaging the moral convictions shared by Jews, Christians, and Muslims, who know the Holy Land to be their common home.

Neither the suffering of so many innocent Palestinians nor the attacks targeting innocent Israelis can be justified. These acts fuel cycles of violence and produce no productive nor sustainable solutions.

Jews, Christians, and Muslims, supported by the goodwill of believers of all faiths, must unite in the calls and efforts to build peace.  Religions for Peace knows from it’s half a century of multi-religious peace building efforts, that real security is shared security.

There will be no peace for anyone, unless there is peace and security for each and all, in the Holy Land.

 

Statement von Prof. Dr. Elisabeth Naurath, Vorsitzende von Religions for Peace Deutschland

In großer Verbundenheit zu Religions for Peace International unterstützen wir das Statement unserer Generalsekretärin Prof. Dr. Azza Karam, das dringend ein Ende der Gewalt in Gaza und Jerusalem fordert und die politischen Führungskräfte zur Verantwortung ruft.

Weil wir als religiöse Menschen überzeugt sind, dass jede Form von Gewalt eine Gotteslästerung ist, setzen sich ‚Religionen für den Frieden Deutschland‘ unabdingbar dafür ein, die Würde aller Menschen zu achten und das Leiden und Sterben auf beiden Seiten sofort zu beenden. Nur ein Dialog kann wieder zum Frieden führen – ein Frieden, der mit gemeinsamen Anstrengungen aller, großer Sensibilität und dem Wissen darum, dass Gewalt alle Feindschaften durch neuen Hass verschärft, dringend zu suchen und zu schützen ist. 

Als größte transnationale interreligiöse Organisation weist Religions for Peace seit mehr als 50 Jahren mit großem Engagement auf das Friedenspotenzial der Religionen und stellt sich gegen den Missbrauch von Religionen für jegliche Machtinteressen. Daher verurteilt Religions for Peace Deutschland aufs Schärfste alle Ausschreitungen und Kundgebungen, die in Deutschland Vorurteile und Hass gegen Juden wie auch Muslime anfeuern. Keine Form von Antisemitismus werden wir dulden oder zulassen! Entschieden setzen wir uns für den Schutz unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ein, so wie wir auch jeglicher Form von Islamfeindlichkeit in unserer Gesellschaft deutlich widersprechen. 

 

Statement der Ortsgruppe RfP Augsburg/Schwaben

Unsere Frauengruppe schließt sich voll und ganz den Aussagen von Dr. Karam an:

Auch wir sind der Meinung, dass die Ursachen der jüngeren Gewaltausbrüche im Nahen Osten im Versagen der Führungskräfte liegt.
Weder das Leid unschuldiger Palästinenser noch dasjenige unschuldiger Israeli ist in irgendeiner Weise zu rechtfertigen.
Denn Gewalt bringt immer wieder Gewalt hervor. 

Hass und Gewalt führen niemals zu Frieden.

Frieden kann nur erfolgen, wenn die Rechte beider Völker, der Palästinenser und der Israeli, respektiert werden.
Dies kann nur mit Hilfe des Dialogs durch möglicherweise schmerzliche Kompromisse auf beiden Seiten geschehen. 

Juden, Christen und Muslime müssen sich mit der Unterstützung von Menschen aller Glaubensrichtungen und guten Willens zusammenfinden, um alles zu unternehmen, damit Frieden geschaffen werden kann. 

Frieden und Sicherheit im Heiligen Land kann es nur für alle geben oder für niemanden.

 

Zur momentanen Situation in Deutschland:

Die Eskalation im Nahen Osten wurde wieder einmal von verschiedenen Gruppierungen als Anlass für antisemitische Proteste und Ausschreitungen genommen. 
Dabei handelt es sich um Resonanztaten, die durch Gewalt an einem anderen Ort - zurzeit im Nahen Osten - ausgelöst werden. Je nach Kontext stecken allerdings meist rassistische, antisemitische oder antiislamische Haltungen dahinter. 
Dieses Mal betrifft es Synagogen und die jüdische Bevölkerung, aber es gibt auch immer wieder Fälle, wo Moscheen und Musliminnen und Muslime angegriffen werden. 
Aus aktuellem Anlass erklären wir uns deshalb solidarisch mit allen Jüdinnen und Juden, die in Deutschland leben, und stellen uns klar gegen den Hass, der ihnen im Moment bei uns entgegenschlägt.

Wir, die Frauen von RfP Augsburg/Schwaben, lehnen jegliche Form von Rassismus, Antisemitismus und Antiislamismus ab. Denn wer von seinen Vorurteilen getrieben wird, bedroht ein friedliches Miteinander in unserem Land. 
Und das beginnt oft schon im näheren Umfeld, in der Familie, unter Freundinnen oder Arbeitskollegen und anonym im Internet, wo hasserfüllte Beschimpfungen und Beleidigungen mittlerweile zum Tagesgeschäft gehören. 

Wir fordern deshalb dazu auf, sich in persönlichen Begegnungen antirassistischen, antisemitischen und antiislamischen Worten entgegenzustellen.
Versuchen wir auch, uns selbst immer wieder zu hinterfragen und achtsam zu bleiben, damit unbewusst gefasste Vorurteile sich nicht auch in uns Raum verschaffen können.

Wehret den Anfängen!

 

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